„Nur wer ein neues Tor öffnet, kann seine eigenen Wege gehen.“

Angelika Mack

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LiveScribe SMARTpen – Der elektronische Kugelschreiber, der hört

Wer hat es noch nicht erlebt: Man sitzt in der Vorlesung oder einem Vortrag, macht sich seine Notizen und wenn man sich zu Haus noch einmal alles durchliest, dann weiß man schon nicht mehr was das ein Stichwort bedeuten soll, das man sich notiert hat. Jetzt würde man gerne die entsprechende Stelle noch einmal hören. Kling unmachbar, ist es jetzt aber nicht mehr mit dem Pulse SMARTpen von LiveScribe.

Das erste Mal gehört habe ich vom Pulse Smartpen von LiveScribe im Podcats BitsUndSo – und fand es zunächst überflüssig. Aber nach gab es dann doch den ein oder anderen Artikel zu diesem “Stift” und als ich beim World Usability Day 2009 in Stuttgart wieder in dem ein oder anderen Vortrag beim Notizen machen manche Details nicht mitbekommen habe, war mir klar: der Pulse Smartpen wäre in dieser Situation Gold wert gewesen. Aber der Reihe nach…

Der LiveScribe SMARTpen im Einsatz

Der Pulse Smartpen ist zunächst einmal ein etwas klobiger Kugelschreiber. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, benötigt man spezielles Papier, das unscheinbar gepunktet ist. Wenn man nun mit dem Stift schreibt, nimmt eine kleine Kamera das Geschriebene auf (die Pünktchen sind die nötige Orientierung) und nachher kann man das Ergebnis nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Bildschirm sehen (Software läuft unter Windows und auch auf dem Mac). Der Text lässt sich auch durchsuchen, ist nur die Frage wie gut das bei der ein oder anderen Sauklaue noch funktioniert. Soweit noch nichts Besonderes, aber der Stift “filmt” nicht nur, sondern nimmt auch das Gesprochene auf einem internen Speicher auf. Am Computer kann man dann quasi in Echtzeit nachhören, was gerade gesprochen wurde, als man sich eine bestimmte Notiz gemacht hat – also genau die Details, die man nicht mehr notieren konnte. Für Voträge ist das natürlich genauso gut geeignet wie für die Vorlesung oder so manches Meeting – die Ausrede “habe ich nicht gesagt” könnte schnell widerlegt werden.

LiveScribe Pulse SMARTpen

Alles in allem ein schönes Gimmick, das allerdings auch nicht ganz so billig ist. Den Stift gibt es in den Speichergrößen 1 GB, 2 GB und neuerdings auch 4 GB (in Europa noch selten erhältlich) und schlägt mit knapp 160 bis 200 € zu Buche, dazu kommen noch die Blöcke, die auch noch einmal 5 bis 10 € für 100 Seiten kosten. Wem das zu teuer ist, der kann sich die Blätter auch mit einem Laserdrucker selber ausdrucken. Ich habe den Stift jetzt mal auf meinen Wunschzettel geschrieben und bin mal gespannt ob ich ihn mir irgendwann mal gönnen werde. Falls schon jemand Erfahrungen mit dem Stift gesammelt hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

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