„Nur wer ein neues Tor öffnet, kann seine eigenen Wege gehen.“

Angelika Mack

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72 Stunden-Aktion – ein technischer Rückblick

Nicht nur emotional war die 72-Stunden-Aktion etwas ganz Besonderes. Auch für mich mit einer gewissen IT-Affinität war es doch letzten Endes sehr überraschend, welche Eigendynamik die (eigentlich ja nicht mehr so ganz) neue Medien entwickelten und wie großen Einfluss

Logo 72 Stunden-Aktion 2009Während der Vorbereitungsphase im Koordinationskreis kam irgendwann einmal die Frage auf: “Wollen wir twittern?” Zunächst einmal konnte man bei zahlreichen Mitgliedern in der Runde fast schon die Fragezeichen in den Augen sehen. Nachdem alle Unklarheiten beseitig waren startete schließlich unser Twitter-Channel. Und nicht nur wir waren sofort infiziert und zwitscherten Tag und Nach alles Wissenswerte, auch die Gruppen stiegen ein, zwitschterten mit und informierten, was bei uns so alles los ist.

Wie auch schon vor 5 Jahren waren die Systeme hinter dem CMS der Seite 72stunden.de leider wieder hoffnunglos überlastet, die AdHoc-Versuche die Performance zu verbessern konnte daran leider nicht so arg viel ändern. Hinterher ist man immer schlauer, vielleicht ist es ja beim nächsten Mal möglich auf den Cloud-Computing-Ansatz zu setzen – oder was auch immer dann schon möglcih sein wird – um mit der großen Last fertig zu werden.

Auch das Engagement des SWR3 als offizielles Aktionsradio war beispiellos. Das erste Mal war es nicht, dass man als Hörer versucht hatte bei SWR3 anzurufen um dann doch in der Warteschleife hängen zu bleiben, nein, SWR3 rufte bei uns an um zu erfahren, ob es interessante, skurrile und radio-taugliche Neuigkeiten gibt oder Hintergründe nachzufragen, die erst 2 Minuten zuvor über den Twitter-Channel kommuniziert wurden.

Die 72 Stunden-Aktion nutze die technischen Möglichkeiten in vielfacher Hinsicht aus, was die Kommunikation sehr erleichterte. Nicht nur, dass der Koordinationskreis ständig erreichbar war, auch konnten Hilferufe und Twitter-Nachrichten mit mobilem Internetzugang schnell abgesetzt werden. Zahlreiche “Aktionszentralen” der Gruppen glichen multimedialen Festungen und bei allem Aufwand war Allen klar: der Aufwand hat sich gelohnt. Und ich denke, dass die Erfahrungen der letzten Tage die Nutzung von Twitter & Co. auch in anderen Bereichen der Jugendarbeit voranbringen werden.

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